JavaLand Insights: Einblicke in die Welt der Fortbildungen mit Thieu und Frank

Eine Konferenz mit Achterbahnen, Studi-Vibes und Community-Orga? Das ist das JavaLand, an dem meine Kolleg*innen Thieu und Frank im März diesen Jahres teilgenommen haben. Ich habe sie nach ihren Eindrücken gefragt. Besonders spannend waren dabei ihre unterschiedlichen Perspektiven, Frank ist nämlich schon seit fast 40 Jahren als Entwickler tätig, während Thieu vor eineinhalb Jahren bei der AKQUINET tech@spree angefangen hat.

Wie viele eurer 10 Fortbildungstage nutzt ihr?

Thieu: Als Entwicklerin, besonders Junior Entwicklerin, kommt es glaube ich zwangsläufig dazu, dass man die Fortbildungstage nutzt. Cool bei der AKQUINET tech@spree ist, dass es so viele Angebote gibt. Generell sich mal was durchlesen oder sich in eine Technologie einarbeiten, ist ja Teil der Jobbeschreibung, würde ich sagen, aber bei uns gibt es daneben z.B. noch interne Workshops, die sog. Designfeste (DFs), und man kann, so wie jetzt bei JavaLand, zu Konferenzen fahren.
Was ich auch cool finde, ist dass es viele Möglichkeiten gibt, anderen Leuten zu zeigen, was man Neues gelernt hat, als Vortrag im Competence Center (CC) oder als eigener Workshop beispielsweise.

Frank: Ich finde die vielen Fortbildungsmöglichkeiten insgesamt super, ich bin z.B. zu einer Fortbildung zum Thema Achtsamkeit angemeldet. Auch die Möglichkeit, Wissen weiterzutragen habe ich schon zweimal genutzt und in meinem CC einen Vortrag zu technischen Themen, die ich interessant fand, gehalten.

Wie hat euch das JavaLand gefallen?

Thieu: Mir hat am JavaLand besonders gefallen, dass es sich ein bisschen wie studieren angefühlt hat. Man ist von Vortrag zu Vortrag getingelt, hat dazwischen den Mittagessens-Slot genutzt und sich abends getroffen, das hatte so einen Studi-Vibe.Außerdem hat mir gefallen, dass es ein Community Event ist. Man hat das z.B. daran gemerkt, dass sehr viele Leute, die bei der Orga mitgemacht haben, mit Elan und Überzeugung dabei waren. Deswegen hat mich das total gecatcht und ich fand es total gut organisiert. Die Vortragsauswahl war auch ganz cool, das machen sie auch intern als Community. Dafür kann man sich auch anmelden und Teil des Komitees werden.

Es werden nicht, wie auf einer traditionellen Konferenz, die neuen Erkenntnisse aus der Wissenschaft vorgestellt, sondern es wird eher gezeigt, was die Entwickler*innen aus unterschiedlichen Firmen machen. So bekommt man auch einen kleinen Überblick darüber, wie andere Firmen arbeiten, das ist spannend zu sehen. Ich fand außerdem cool, dass dadurch, dass Java schon so lange und so stark etabliert ist, die Themen sehr un-Java-spezifisch waren. Man konnte z.B. viel über Architektur oder über Zusammenarbeit lernen.

Frank: Ich fand auch, dass die Atmosphäre sehr ansprechend war. Ein großer Vorteil ist auch die Möglichkeit, sich die Vorträge hinterher nochmal online anzuschauen. Gerade, weil die Auswahl wirklich sehr groß war, und mir die Entscheidung, welche Veranstaltung ich besuchen möchte, z.T. sehr schwergefallen ist. Bei einigen der Vorträge habe ich die Chance genutzt und sie mir jetzt im Nachgang noch angeguckt.

Was habt ihr vom JavaLand mitgenommen?

Thieu: Es waren sehr viele Vorträge gut. Für mich persönlich waren die Vorträge zum Testen des Systems am spannendsten. Es gibt ja die traditionelle Pyramide, dass man UI-Tests, Integration-Tests und Unit-Tests hat, wobei die Unit-Tests das ganze System abdecken sollen und dementsprechend unten in der Pyramide sind, von denen soll man also ganz viele haben. Ich habe im JavaLand viele Vorträge gehört, in denen die Pyramide gechallenged wurde und gemeint wurde, dass man eher mehr Integration-Tests als Unit-Test haben sollte. Ich hatte die Erkenntnis, dass man auch mit Unit-Tests seine CI/CD Pipeline testen kann. Ist schon cool, dass das alles geht. 

Frank: Mir sind zwei Sachen besonders im Gedächtnis geblieben. Einmal ein Vortrag zum Thema Security, von dem ich eine ganze Menge mitgenommen habe. Ein bisschen beunruhigend, wie viele Angriffsvektoren auf kritische Dinge es gibt. Ein anderer Vortrag über ein UI-Framework namens Hilla hat viel bestätigt, was ich mir vorher auch schon überlegt hatte. Der passte mir besonders gut, weil ich zu dem Thema wenig später einen Vortrag im CC gehalten habe. Da hab ich natürlich die Möglichkeit wahrgenommen zu gucken wie das von Leuten gesehen wird, die zu dem Thema schon intensiver gearbeitet haben als ich.

Die Kulisse des JavaLand bleibt in Erinnerung.

Was für Fortbildungen habt ihr neben dem JavaLand sonst noch besucht, die euch in Erinnerung geblieben sind?

Thieu: Ich habe eine Improtheater-Weiterbildung gemacht. Ich kannte das auch schon aus meiner Freizeit, aber es war cool, das auch im Rahmen der Arbeit machen zu können. Es war schon ein bisschen ungewöhnlicher, grade in einer IT-Firma. Ich glaube nicht, dass sehr viele Kolleg*innen sonst Berührung mit Improtheater haben.

Frank: Och naja,

Thieu: Ansonsten macht eine Kollegin diese Selbstorganisation-DF-Reihe, die ich sehr gut finde. Da geht es um verschiedene Aspekte davon, wie man sich selbst und Teams organisiert. Die Reihe hat letztes Jahr schon angefangen, aber das coole daran ist auch, dass man jederzeit einsteigen kann.

Was mir auch sehr gut gefällt, ist die monatliche WTF (Web Technology Fiesta). Da wird besprochen, welche Technologien grade neu, cool und hip sind, ob sie für uns cool und hip sind, ob wir sie für irgendein Projekt einsetzen können und ob jemand Erfahrung damit hat. Da gibt es da viel, was man gut mitnehmen kann.

Wie wichtig ist euch Weiterbildung?

Thieu: Für mich ist das essenziell. Gerade als Junior Entwicklerin finde ich, dass Fortbildungen einfach extrem gut für mich sind. Klar kann man sich auch im Internet Vieles anschauen, aber dass Weiterbildung in einer Firma sichtbar dargestellt wird und dass es so viele Angebote gibt, die auch kommuniziert werden, ist denke ich ein wichtiger Punkt. Generell kann man sich jede Konferenz oder Weiterbildung, wenn es im Rahmen ist, angucken, das finde ich cool.

Frank: Das sehe ich auch so.

Bemerkenswert ist auch, dass die Nutzung dieser Tage wirklich gefördert wird und dafür von Anfang an ein Arbeitszeitkontingent eingeräumt wird. Die Teilnahme an Weiterbildungen ist wirklich gewünscht und das wird auch immer vermittelt. Anderswo wird das nicht zwingend so aktiv kommuniziert. Auch im Mitarbeitergespräch, wird die Teilnahme positiv bewertet und angeregt, das ist schon ungewöhnlich und das finde ich auch richtig.

Konferenz-Spaß mit Frank, Thieu und Julius.

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Der Schlüssel zur erfolgreichen Fortbildung mit Andrea (1/3)
Der Blick aufs Große Ganze – Weiterbildung zur systemischen Organisationsberaterin mit Sarah (3/3)

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